Ich muss meinen letzten Eintrag relativieren.
Wenn es einem schlecht geht, schreibt man lebensverneinende, unsinnige Dinge, die einem im Nachhinein peinlich sind. Ein anderer Zustand dieser Art ist der betrunkene Zustand.
Im betrunkenen Zustand ist die Welt gleichzeitig schöner und hässlicher, leichter und man selbst schwerer. Die Augen verdrehen sich, die Hände, die zittern.
Und man selber denkt, dass man jetzt grad den Durchblick hat, alter, hab ich grad den Durchblick. Alles wird so viel deutlicher. Und so viel klarer. Weil alles ist doch nur relativ, verstehste? Nur relativ.
Relativ bescheuert.
Freitag, 24. Juni 2011
Donnerstag, 16. Juni 2011
Zwei Absätze
Warum hat man das Bedürfnis sich gerade dann mitzuteilen, wenn man unglücklich ist? Sicher, es spendet einem komfort, wenn man merkt, dass andere genauso denken und genauso in der Scheiße sitzen, wie man selber. Man vergleicht sich nun einmal. Aber warum schreibt man nicht, wenn man vor Glück fast zerspringt? Es gibt diese Momente, jeder kennt sie mindestens genauso gut, wie die an denen er denkt, dass das Einzige, was jetzt noch fehlt ein Loch im Boden ist, das einen langsam bis der Kopf mit einem einzigen "Supp" auf Niemerwiedersehen verschwindet.
Warum sind Kafka und Hesse nur ihrem Unglück auf die Spur gegangen, warum haben sie nicht versucht Glück auf die schönste Art und Weise einzufangen, zu verschriftlichen, zu verbildlichen? Wann wurde es zur Regel, dass Arthousefilme kein Happy End haben dürfen? Wann ist es aus der Mode gekommen Liebesgedichte zu schreiben? Jeder träumt und jeder denkt. Und manchmal argumentiert man aneinander vorbei und manchmal träumt man zusammen. Wer hat beschlossen, dass die Realität das Argumentieren sein muss? Wo sind die Stürmer und Dränger? Seit wann sind Idealisten Fanatiker? Hat nicht jeder Träume oder Ziele und wo liegt überhaupt der Unterschied? Wenn sich meine täglich ändern, wenn ich heute dies will und morgen jenes, was macht dann das Träumen unzuverlässiger als das Planen? Werde ich glücklicher, wenn ich mir nicht das nehme, was ich heute will, weil es eventuell das behindern könnte, was ich morgen vielleich gar nicht mehr will? Ergibt es Sinn abzuwarten, ob andere Leute das wollen, was ich will, wenn sie doch genauso wandelhaft sind wie ich? Soll man sich aus vermeintlichem Sicherheitsdenken heraus verpassen? Ist das der Weg zum Unglücklichsein? Ist das intellektuell? Ist das intelligent? Seit wann sind Menschen solche Angsthasen geworden? Seit wann bin ich ein Angsthase? Seit wann schreibe ich nur wenn ich unglücklich bin?
Warum sind Kafka und Hesse nur ihrem Unglück auf die Spur gegangen, warum haben sie nicht versucht Glück auf die schönste Art und Weise einzufangen, zu verschriftlichen, zu verbildlichen? Wann wurde es zur Regel, dass Arthousefilme kein Happy End haben dürfen? Wann ist es aus der Mode gekommen Liebesgedichte zu schreiben? Jeder träumt und jeder denkt. Und manchmal argumentiert man aneinander vorbei und manchmal träumt man zusammen. Wer hat beschlossen, dass die Realität das Argumentieren sein muss? Wo sind die Stürmer und Dränger? Seit wann sind Idealisten Fanatiker? Hat nicht jeder Träume oder Ziele und wo liegt überhaupt der Unterschied? Wenn sich meine täglich ändern, wenn ich heute dies will und morgen jenes, was macht dann das Träumen unzuverlässiger als das Planen? Werde ich glücklicher, wenn ich mir nicht das nehme, was ich heute will, weil es eventuell das behindern könnte, was ich morgen vielleich gar nicht mehr will? Ergibt es Sinn abzuwarten, ob andere Leute das wollen, was ich will, wenn sie doch genauso wandelhaft sind wie ich? Soll man sich aus vermeintlichem Sicherheitsdenken heraus verpassen? Ist das der Weg zum Unglücklichsein? Ist das intellektuell? Ist das intelligent? Seit wann sind Menschen solche Angsthasen geworden? Seit wann bin ich ein Angsthase? Seit wann schreibe ich nur wenn ich unglücklich bin?
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Dienstag, 26. April 2011
Alles neu macht der Mai.
Ich habe wieder einmal einen neuen Blog, da die Seiten des alten gefüllt sind.
Es ist wie mit guten Kalendern, man hebt sie auf, aber so richtig reinschauen tut man nicht mehr. Dann kauft man sich einen neuen und vielleicht benutzt man ihn mehr, vielleicht aber auch nicht.
Es sind viele Bilder dabei, es werden noch mehr:
http://lauftest.wordpress.com
Es ist wie mit guten Kalendern, man hebt sie auf, aber so richtig reinschauen tut man nicht mehr. Dann kauft man sich einen neuen und vielleicht benutzt man ihn mehr, vielleicht aber auch nicht.
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Montag, 25. April 2011
Montag, 28. März 2011
Über das Wesen der Liebeswehen
Es ist der Druck auf der Seele. Es ist dieses ständige Denken, dass jetzt, jetzt, jetzt doch wirklich alles anders werden muss. Ich will nicht mehr, denke ich. Es reicht. Es ist dieses Gefühl, das einen manchmal nicht richtig atmen lässt, das einem die Kehle erstickt mit verkümmerten Schluchzern. Diese Depression über die keiner spricht, nur in Filmen auslebt. Eine plötzliche Schwere nach anfänglichen Höhenflügen ist die Melancholie. Eine ständige Begleiterin ist sie, in deren Arme man sich flüchten kann, bis ein kalter Sonnenaufgang einen wundersam lieblichen Beigeschmack bekommt, bis selbstauferlegte Demütigungen als unerkannte Heldentaten eines einsamen Protagonisten erscheinen. Man kann versinken in diesem Treibsand der Gefühle, man kann versuchen sich loszustrampeln und trotzdem weitersinken. Auch Optimisten weinen. Irgendwo tut sich immer dieses altbekannte Loch im Boden auf, verschluckt einen und spuckt einen in eine andere Welt. Wie Alice fällt man dann in einen Schacht, watet durch die Welt wie in einem Traum, zweifelt an diesem Traum oder war es doch die Welt? Denn wer sagt mir denn ob dies oder das nun die Realität ist? Was wäre die bessere Realität? Die grausame Königin oder der öde Alltag? Und während man so überlegt werden Freunde zu Kaninchen und Kaninchen zu Freunden und niemand weiß warum.
Man muss sich ausgeliefert fühlen. Jeder Mensch sehnt sich in seinem Leben danach sich ausgeliefert zu fühlen, ausgeliefert sein heißt menschlich sein. Ausgeliefert zu sein heißt zu lieben. Und ein paar Wochen werden zu einer Ewigkeit.; kein Ende in Sicht. Keine Sicherheit vor diesem Sturm der Gefühle. Denn wie sollte diese Sicherheit auch aussehen?
Traurig, denke ich. Einsam. Ein goldener Käfig.
Man muss sich ausgeliefert fühlen. Jeder Mensch sehnt sich in seinem Leben danach sich ausgeliefert zu fühlen, ausgeliefert sein heißt menschlich sein. Ausgeliefert zu sein heißt zu lieben. Und ein paar Wochen werden zu einer Ewigkeit.; kein Ende in Sicht. Keine Sicherheit vor diesem Sturm der Gefühle. Denn wie sollte diese Sicherheit auch aussehen?
Traurig, denke ich. Einsam. Ein goldener Käfig.
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